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Im April 2007 erlebte Basel im „Culturium“ die Premiere von DeepSouth. Der Bandname war für Keyboarder/Vocalist Martin und Guitarist/Vocalist Pat Programm, denn ihre Begeisterung für Musik und Kultur der Südstaaten war gross. Erste Versuche zu zweit ermutigten weiterzumachen, und nach dem Zugang von Drummer Kai Dellers, Gitarrist/Vocalist Sam Moor und Bassist Bruno Mühl war nach einjähriger Aufbauarbeit das Quintett endlich komplett. Man spielte von Eagles über Lynyrd Skynyrd bis John Fogerty alles Erdenkliche, was irgendeine Affinität zu den Südstaaten, dem „Deep South hatte“. Bald wurde klar, dass der Süden zwar schon immer die Wurzeln für grundlegende Entwicklungen der amerikanischen Rock- und Pop-Kultur geliefert hatte – wie etwa den Blues, der im Mississippi Delta entstanden war. Spätestens aber als Ende 60er Jahre ein gewaltiger Sog an die West-Küste entstand, wurden die Dinge komplexer: Viele Mischformen entstanden, darunter auch das, was  unter dem Begriff „Country“, „Rock“ und Anfang 70-er „West-Coast Sound“ die U-Musik der zweiten Hälfte des Jahrhunderts nachhaltig beeinflusste. Auch weltweite Bewegungen wie die aus Liverpool stammende „British Invasion“ wurden aufgenommen, neu interpretiert und fortan gepflegt. Die Byrds oder Tom Petty sind Beispiele dafür, wie Song-Material im riesigen Schmelztopf von Deep South und West Coast integriert, mit US-Technik und dem unerschöpflichen Kultur-Reservoir der amerikanischen Ethnien weiterentwickelt wurde. Auch der bisher recht konservativen "Music City Nashville" verlieh der moderne kalifornische Sound starke neue Impulse in Richtung Rock und Pop. Gleichwohl blieben Musiker wie Stephen Stills, Eric Clapton, Keith Richards und andere Beatles-Zeitgenossen bis heute ihren Wurzeln treu und pflegten und hegten die alten Gitarren und Röhren-amps liebevoll. Noch in den 80ties taten sich George Harrison mit Tom Petty, Roy Orbison, Bob Dylan und Jeff Lynne zu den "Travelin Wilburys" zusammen, leider nur für eine einzige CD. Zur selben Zeit eroberte das Country Music Satelliten Fernsehen "CMTV" auch Europa, und neu aufgepeppte Gitarrensounds wurden durch Künstler wie Shania Twain, Carlene Carter oder Dwight Yoakham hierzulande populär gemacht: Sweet home Alabama, Urban Cowboy und Western Sound waren wieder angesagt.

Die Entwicklung dieser Jahrzehnte hat auch das  Quintett von DeepSouth inspiriert. Nach dem Erscheinen der CD „The Spirit of the South“ hat sich die Band ein neues Gesicht verliehen: Das Repertoire ist breiter geworden und das Quartett entwickelte sich von den Southern Roots auch hin zum West-Coast Sound und vor allem den Songs dieses Genres: Gute Songs sind der zündende Funke für jede Interpretation und  jeden Sound.  
Geblieben ist aber die Liebe zu melodischen Linien, mehrstimmigen Vocals und excellenten E-Gitarren Sounds. Die 4 Country-Rocker aus Basel präsentieren mittlerweile ein Weltklasse Repertoire von grossen Musikern wie Albert Lee, Vince Gill, Keith Urban, Brad Paisley, und stets auch den musikalisch einzigartigen Eagles Arrangements. Oder gibt es wirklich jemand, der noch nie Hotel California gehört hat?



                         

 

 

 2007 - 2012





 
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